Krakau

Europäische Kulturstadt mit bewegter Geschichte

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Krakau, die ehemalige Hauptstadt Polens an der Weichsel, liegt im südlichen Teil des Landes, dem sog. Kleinpolen und zählt rund 800.000 Einwohner. Die Stadt gilt als kultureller Mittelpunkt und „heimliche Hauptstadt“ Polens.

Ab dem 11. Jahrhundert wurden die polnischen Könige, bevor sie sich in Warschau ans Regieren machten, auf dem Krakauer Wawel, dem Schlossberg, gekrönt. Darüber hinaus ist Krakau Sitz der – nach Prag – zweitältesten mitteleuropäischen Universität und entwickelte sich zu einem Industrie-, Wissenschafts- und Kulturzentrum. Seit 1978 steht Krakau auf der Liste des UNESCO-Welterbes und seit 2013 trägt es den Titel UNESCO-Literaturstadt. Im Jahr 2000 war Krakau Kulturhauptstadt Europas.

Bevor Krakau 1939 von deutschen Truppen besetzt und zur Hauptstadt des neu gebildeten Generalgouvernements für die besetzten polnischen Gebiete erklärt wurde, waren die deutsch-polnischen Beziehungen über lange Zeit von einem fruchtbaren Miteinander geprägt. Danach versuchten die Nazis nachzuweisen, dass es keine eigenständige polnische Kultur gäbe. Im März 1941 wurde die jüdische Bevölkerung in einem Ghetto zusammengepfercht. Von einstmals ca. 69.000 Krakauer Juden fanden fast 60.000 den Tod in verschiedenen Konzentrationslagern.

Am 18. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen die Stadt und Krakau wurde Teil des sozialistischen, nach Westen verschobenen polnischen Staates. Nachdem sich im „Sommer der Solidarität“ (1980) Arbeiter*innen und Intellektuelle gegen die Repression verbündet hatten, erangen sie 1989 am ‚runden Tisch’ den Sieg. In der Folge ging es vielen von ihnen besser und einigen, insbesondere Älteren und gering Qualifizierten, zumindest materiell schlechter. Auch nach dem EU-Beitritt Polens im Jahre 2004 liegen Licht- und Schattenseiten des Transformationsprozesses eng beieinander. 

Wir wollen uns vor Ort u.a. mit der wechselvollen Geschichte der Stadt, dem jüdischen Leben, den deutsch-polnischen Beziehungen sowie mit aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen befassen.

Geplante Programmpunkte, u.a.:

  • Polnische Geschichte und Kultur (Königsschloss Wawel u.a.)
  • Jüdisches Leben in Krakau früher und heute: Erkundung des ehemaliges jüdischen Viertel Kazimierz, Krakauer Ghetto etc.  
  • Deutsch-polnische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart
  • Austausch mit Journalist*innen, Gewerkschaften etc. (nach Verfügbarkeit) zur aktuellen Situation in Polen: politische, wirtschaftliche und soziale Lage, Arbeits- und Lebensbedingungen

Weitere Informationen finden Sie im Downloadbereich (s. unten)

Krakau

Kursnummer: 7103
Datum: 07.05. – 13.05.2023 (7 Tage)
Bitte anmelden bis: 23.02.2023

Es sind noch freie Plätze verfügbar.

Ort

Krakau / Polen

Zielgruppe

Arbeitnehmende, Auszubildende, thematisch Interessierte

Gruppengröße

Min. 8 bis max. 15 Teilnehmende

Leistungen
  • 6 Übernachtungen im DZ bzw. EZ, Frühstück, 1 Abendessen
  • Programmkosten (Führungen, Vorträge, Eintritte etc.)
  • Fahrtkosten vor Ort
Auskunft

Zweigstelle Rheinhessen-Nahe (Mainz) – Abt. Arbeit und Bildung Arbeit und Leben gGmbH Hintere Bleiche 34
55116 Mainz
Postanschrift: Postfach 2942, 55019 Mainz
Telefon: (0 61 31) 140 86-18
Fax: (0 61 31) 140 86-40
E-Mail: info-rhn@arbeit-und-leben.de

Bildungsurlaub als:

gesellschaftspolitische Bildung

Als Bildungsurlaub antragsfähig in:

Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein

Leitung

Pawel Krzak (Archäologe, Literaturübersetzer, Reiseleiter)

Kosten

DZ 610,-€ p.P. / EZ 825,-€ p.P.

Anzahlung

124,-€

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Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

    Doris Budian

    Bildungskoordinatorin