Mit dem Genderblick betriebliche Probleme lösen

ARBEIT & LEBEN gGmbH entwickelte im Juli 2004 im Auftrag des Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland Pfalz ein Konzept zur Integration von Gender-Mainstreaming-Aspekten in die Prozessbegleitungsstandards von ARBEIT & LEBEN gGmbH. Bei der Prozessbegleitung von ARBEIT & LEBEN handelte es sich um ein stark beteiligungs- und bedarfsorientiertes Angebot für Kunden z.B. für KMU, das seit Jahren einen erheblichen Umfang in unserer Organisation einnimmt.

Um zu einem praxisnahen Konzept zu kommen, wurden in einem ersten Schritt leitfadengestützte Gespräche mit A&L-MitarbeiterInnen, ausgewählten Unternehmensverantwortlichen und FachexpertInnen geführt. Das Ziel der Befragung bestand darin, Informationen über Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten zu gewinnen, wie eine sinnvolle und angemessene Integration von Gender Mainstreaming in die Prozessbegleitung erfolgen kann. Die von den pädagogischen MitarbeiterInnen favorisierten Lösungsmöglichkeiten wurden anschließend nach dem best-practice Prinzip verallgemeinert und in der Prozessbegleitung verortet. Zusammen mit einzelnen Vorgehensempfehlungen aus der Fachliteratur konnte so ein erstes Konzept zur Integration des Genderblicks in die Prozessbegleitung erarbeitet werden. In den nächsten Schritten wurde nun das Konzept erprobt und die geplanten Qualifizierungsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen von ARBEIT & LEBEN durchgeführt.

Ziele
Vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen hat geschlechtersensible Personalentwicklung Seltenheitswert. So sind nach wie vor etwa Frauen bei betrieblichen Förderungsmaßnahmen aufgrund ihrer Lebenssituation und Interessen stark unterrepräsentiert. Es fehlen praxistaugliche Konzepte, die dabei helfen, das wichtige gesellschaftliche Anliegen der Chancengleichheit sinnvoll in KMU als Ziel und Methode zu verankern. Vor diesem Hintergrund bestand das Ziel des Modellprojekts darin, ein erprobtes und dokumentiertes Konzept zu entwickeln, mit dem KMU für Gender Mainstreamingaspekte sensibilisiert werden (können).

Ergebnisse
Auf Basis der erhobenen Informationen wurde von ARBEIT & LEBEN gGmbH ein Konzept erstellt, mit dem Gender-Mainstreaming-Aspekte in die Prozessbegleitung sinnvoll integriert werden können. Das Konzept beinhaltete dabei nicht nur konkrete Empfehlungen für die pädagogischen MitarbeiterInnen in den entsprechenden Prozessphasen, sondern beschrieb außerdem personelle und strukturelle Voraussetzungen und Maßnahmen die notwendig sind, um den Genderblick in der Prozessbegleitung zum festen Standard werden zu lassen.

Die Idee, die sich in dem Konzept widerspiegelt, bestand darin, dass Gender Mainstreaming in der Prozessbegleitung in Unternehmen am konkreten KundInnennutzen ansetzt und das gesellschaftliche Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit mit der Erreichung der Kundenziele verknüpft.

Laufzeit
01.07.2004 - 30.06.2005

Förderer
Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland-Pfalz 

 

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