AlBi – Alphabetisierung und Bildung

ARBEIT & LEBEN gGmbH war Projektpartner im „Verbundprojekt Qualifizierung und Angebotsentwicklung in der Alphabetisierung und Bildung“. An diesem Verbundprojekt beteiligten sich neben den Universitäten Mainz und Kaiserslautern weitere Träger der Erwachsenenbildung.

Im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung war ARBEIT & LEBEN gGmbH vor allem in der Zweigstelle in Mainz tätig. Die „Mainzer Neustadt“ wird vorwiegend von Menschen bewohnt, die sowohl sozial als auch wirtschaftlich benachteiligt sind. Die Bevölkerungsgruppe dieses Stadtteils gehört eher der bildungsfernen Schicht an. Seit 25 Jahren leistet ARBEIT & LEBEN gGmbH in der „Mainzer Neustadt“ stadtteilnahe Gemeinwesenarbeit. Durch die offene und niedrigschwellige Angebotsstruktur wird die Zielgruppe der benachteiligten Stadtteilbewohner für Bildungsangebote wie Alphabetisierungskurse mit ergänzender sozialpädagogischer Einzelberatung/-begleitung, offene Frauengruppe, offene Jugendarbeit erreicht.

Schwerpunkte
Einrichtung einer Verbindungsstelle mit den Aufgaben: 

Koordination mit den Universitäten in Hinblick auf die Bestandsaufnahme vorhandener Ansätze und   Konzepte,  Entwicklung von Angeboten und Qualifizierungsmaßnahmen, Bewerbung und Durchführung,  Unterstützung der Begleitforschung in Rheinland-Pfalz.

Erprobung und Evaluation modifizierter neuer Konzeptionen, Implementierung und nachhaltiger Transfersicherung, Abwicklung der Honorare und Werkverträge, Unterstützungsdienstleistungen für Anträge, Verwendungsnachweise und Finanzcontrolling der Praxisprojektpartner.

Ziele
In dem „Verbundprojekt Qualifizierung und Angebotsentwicklung in der Alphabetisierung und Grundbildung“ sollten die Praxisanteile in Zusammenarbeit mit staatlich anerkannten Trägern der Weiterbildung entwickelt, erprobt und evaluiert werden.

Die Kenntnis über die bisherigen Zugangswege zu den Zielgruppen, die mit den bestehenden Alphabetisierungs-/Grundbildungsangeboten erreicht werden und die Erschließung relevanter und neuer Zielgruppen, war dafür eine unabdingbare Voraussetzung. Im Projekt sollten daher mit zielgruppenorientierter, innovativer Öffentlichkeitsarbeit und neu zu entwickelnden Marketingstrategien und -methoden neue Adressatengruppen angesprochen werden, die von den bisherigen Angeboten nicht erreicht wurden. Hierzu gehörte die systematische Entwicklung einer Netzwerkstruktur aller relevanten Organisationen und Akteure.

Die durch die Kooperationspartner gegebene Trägervielfalt und die Beteiligung von unterschiedlichen Weiterbildungsorganisationen aus drei Bundesländern gewährleisteten, dass eine große und breit gestreute Zielgruppe angesprochen und damit der gesamte infrage kommende Teilnehmer/innenkreis für Qualifizierungsangebote abgebildet wurde.   Die heterogene Zusammensetzung des Trägerkonsortiums ermöglichte es,   für alle potentiell interessierten Teilnehmenden Kursangebote vorzuhalten bzw. aufgrund spezifischer Lernbedürfnisse oder Lebenslagen auch an Kursangebote anderer Anbieter weiterzuleiten. So konnten unnötige Reibungsverluste durch Konkurrenz zwischen den Trägern verhindert und jede/r Interessierte einem passenden Angebot zugeführt werden.

Die Träger bildeten inhaltlich und strukturell verschiedene Schwerpunkte ab. Das zeigte sich einerseits an einer heterogenen Mitarbeiterstruktur der Weiterbildungseinrichtungen wie der unterschiedlichen Verteilung von haupt- und nebenamtlichem Personal und dem verstärkten Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen und andererseits durch die unterschiedlichen Zielgruppen, die sich durch Alter, Geschlecht, Kultur, Hintergrund und Berufstätigkeit unterscheiden. Die Weiterbildungseinrichtungen hatten in den vergangenen Jahren im Bereich der Alphabetisierung z.T. jeweils eigene Zugangswege und regionenspezifische Angebotsformen entwickelt.

Laufzeit
01.08.2008 - 31.12.2011

Förderer
Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

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