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Beschreibung |
Die Rahmenbedingungen für die
Interessenvertretung auf europäischer Ebene sind ganz
besondere: Viele hemmende Faktoren wie u.a. Sprache, Kontinuität,
Kontaktfrequenz und rechtliche Rahmenbedingungen müssen
hierbei konstruktiven Lösungen zugeführt werden.
Voraussetzung
und Unterstützung für eine effektive europäische
Interessenvertretung sind daher u.a. folgende Aspekte:
- Gemeinsames Wollen und solidarisches Handeln
- Offener Umgang miteinander im Gremium (Bereitschaft, Informationen
auszutauschen)
- Gemeinsames Verständnis von Zielsetzung / Strategie /
Machbarem
- Defensive Kommunikation = Die Anderen verstehen wollen / von
eigenen Strukturen wegdenken können
- Intelligente Instrumente für die Arbeit in den EBR-Sitzungen
und für die Zeit zwischen den Sitzungen
- Kenntnisse von rechtlichen Grundlagen und unternehmensspezifischen
Handlungsmöglichkeiten
Vor
diesem Hintergrund haben der Vorsitzende des Spartenausschusses
Technische Gase des Europabetriebsrats bei der Linde AG, Vertreter
der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie und des Europäischen
Dachverbandes EMCEF sowie Arbeit & Leben gGmbH gemeinsam
dieses Projekt konzipiert und gestaltet. Auch von Seiten der
Leitung der Linde AG wird das Vorhaben großzügig
unterstützt.
Es
verfolgt folgende Ziele:
- Stärkung der transnationalen Zusammenarbeit im Europäischen
Betriebsrat und Stärkung des Sozialen Dialogs
- Förderung der Integration von neuen EBR-Mitgliedern (insbesondere
aus den neuen Mitgliedsländern der EU)
- Austausch der "alten" und der "neuen" EBR-Mitglieder
über Strukturen der Arbeitnehmer/-innenvertretung, arbeits-
und sozialrechtliche Grundlagen und Spezifika der jeweiligen
Herkunftsländer/Standorte
- Diskussion über Ansatzpunkte, Fragestellungen, Handlungsmöglichkeiten,
Schwierigkeiten und Probleme bei der Vertretung von Arbeitnehmer/-inneninteressen
im Rahmen des Sozialen Dialogs auf der jeweiligen nationalen
und der europäischen Ebene
- Information über die EBR-Richtlinien, die EBR-Vereinbarung
des Konzerns und über gegenwärtige und zukünftige
Handlungsbedarfe
- Gemeinsame (Weiter-) Entwicklung von Verfahren, Methoden,
Instrumenten und Materialien, die die Eingliederung neuer
Mitglieder in den EBR gewährleisten und erfolgreiche
Kommunikations- und Arbeitsbeziehungen installieren
- Transfer der Projektergebnisse in andere Geschäftsbereiche
sowie Unternehmen der chemischen Industrie
Auf
der Grundlage dieser Ziele hat Arbeit & Leben das zur
Entlastung der Kooperationspartner das Projektmanagement übernommen:
Soweit wie möglich und inhaltlich angemessen übernehmen
wir sowohl die finanzielle und organisatorische Abwicklung,
als auch die methodische und inhaltliche Begleitung dieses
Entwicklungsprozesses. Hierzu gehört u.a.
- Herstellung und Pflege des Kontaktes zwischen den Kooperationspartnern
- Inhaltliche Vorbereitung und Moderation der Projektveranstaltungen
- Organisation der Hauptveranstaltung in Kooperation mit dem
EBR
- Dokumentation der Ergebnisse
- Recherche und Beantragung von Projektfördermitteln
- Projektcontrolling und -abrechnung
Durch
die Übernahme dieser Leistungen durch Arbeit & Leben
können sich die beteiligten Kooperationspartner und der
EBR Linde Gas auf die wesentlichen Aspekte, die inhaltliche
Arbeit im Projekt, konzentrieren.
Kernstück
des Projekts bildete ein 2 1/2tägiger Workshop,
der im Oktober 2004 in Wiesbaden stattfand und von Arbeit
& Leben moderiert wurde. |
| Ergebnisse |
Im
Rahmen des Projekts wurde ein (interkultureller) Selbstverständigungsprozess
begleitet und systematisiert:
Die
Mitglieder des EBR haben sich über dessen Entwicklung,
die gemeinsame Geschichte, Struktur und rechtliche Rahmenbedingungen
ausgetauscht. Auf diese Weise konnte eine Standortbestimmung
vorgenommen werden, mit der die "alten" und "neuen" Mitglieder
eine gemeinsame Basis für ihre EBR-Arbeit definiert haben.
Hierauf aufbauend wurden gemeinsame Strategien entwickelt
und konkrete Konzepte zur Weiterentwicklung der internen Kommunikation
und der zukünftigen Zusammenarbeit beschlossen (z.B.
im Rahmen der Nutzung einer Internetplattform).
Aus den Projektergebnissen wird derzeit
eine Dokumentation erstellt, die den Transfer in weitere Geschäftsbereiche
des Konzerns unterstützen. Darüber hinaus können
die Projektergebnisse als Grundlage für die Förderung
des sozialen Dialogs in einer erweiterten EU angesehen werden,
an die zukünftige Aktivitäten von Unternehmen der
chemischen Industrie anknüpfen können. |